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Lippischer Pickert mit Rosinen oder Speck ?

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Pickert ? Was ist denn ein Pickert? Als ich damals vor über 30 Jahren meinem Mann kennenlernte und bei meinem damaligen Freund (jetzigen Mann) zum Essen eingeladen war und dieser mir sagte, es gibt Pickert, da war ich verwundert. Was ist denn Pickert ? So richtig konnte er es mir nicht beschreiben. Ich bekam nur die konkrete Antwort. Die macht meine Mutter selber und schmecken gut. Mit Rübenkraut schmecken die am besten. Aha… Ich ließ mich auf das Abendteuer ein. Weil meine Eltern mir beigebracht hatten. Erst probieren und dann sich eine Meinung des mögens oder nicht mögens zu bilden.

….und ? Mein Mann hatte recht. Sooooo lecker…. Aber einen ganzen hatte ich nicht geschafft. Der Pickert war echt mächtig.

Rezept

Viele Jahre hatten meine Schwägerin und ich meine Schwiegermutter nach dem Rezept gefragt. Als Antwort bekamen wir immer, etwas Mehl, etwas Hefe, etwas Kartoffeln….. und immer etwas. Tja, mit dieser Mengenangabe konnten wir nicht so viel anfangen. Auch das wir dann irgendwann mal dabei sein wollten und dann alles abwiegen wollten und dann als Rezept aufzuschreiben. Irgendwie hatten wir das nie hinbekommen.

Mr. and Mrs. Google

Wie gut das es Mr. and Mrs. Google gibt und verschiedene Rezepte. Bis jetzt hatte ich nicht wirklich so die Ambitionen Wickerts selbst zu backen. Unser hiesiger Bäcker hatte bis Dezember immer welche im Angebot. Jetzt seit Januar 2019 nicht mehr, auch nicht als Vorbestellung. Da blieb mir dann noch nichts anderes übrig um nach einem Rezept zu googeln. Da sich die Rezepte bis auf minimale Abweichungen ähnelten, habe ich einfach jetzt dieses Rezept genommen. Läppischen Pickert gibt es mit Rosinen oder Speck oder auch beides im Pickert. Mein Mann verzog das Gesicht, beim Wort Speck im Pickert. Also gab es bei uns Rosinen, so wie wir es bis jetzt kannten.

Lippischer Pickert

1.    500 g Mehl.

2.    250 ml Milch.

3.    35 g Hefe.

4.    150 g Rosinen.

5.    500 g Kartoffeln.

6.    5 Eier.

7.    1 El Rübenkraut.

8.    2 El Zucker.

oder

  • 40 g Hefe
  • 500 g Mehl
  • 250 ml Milch, kochend
  • 1 EL Zucker
  • 5 Eier
  • 1 TL Salz
  • 50 g Korinthen
  • 50 g Rosinen
  • 500 g Kartoffeln

Schmalz zum ausbacken

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 15 Min. Ruhezeit: ca. 1 Std. / Schwierigkeitsgrad: simpel / Kalorien p. P.: keine Angabe

Man rührt die Hefe mit etwas lauwarmer Milch, Mehl und Zucker an und lässt sie 1/4 Stunde aufgehen. Die rohen Kartoffeln werden fein gerieben, ausgedrückt und mit der kochenden Milch übergossen und verrührt. Dann gibt man Mehl, Eier, die übrigen Zutaten und den Hefeansatz dazu, rührt gut durch und lässt den Teig etwa 1 Stunde gehen. In der Pfanne werden kleine oder große runde Kuchen in möglichst wenig Fett langsam, und zwar zugedeckt, gebacken. 
Der Pickert wird warm verzehrt – mit lippischer Leberwurst oder auch mit Butter und Konfitüre bzw. Rübenkraut. Dazu reicht man heißen Kaffee.

Das schreibt Wikipedia über den Lippischen Pickert

„Lippischer Pickert“ ist ein pfannkuchenartiges Gericht, das früher ein „Arme-Leute-Essen“ war und heute als lippische Spezialität gilt. Der aus Hefe, Milch, Mehl, Eiern, geriebenen Kartoffeln und eventuell Rosinen bestehende Teig wird in der Pfanne gebraten und mit Butter, Pflaumen- oder Zwetschgenmus, Marmelade, Kompott, Apfelmus, Rübenkraut oder auch lippischer Leberwurst bestrichen verzehrt. Gelegentlich wird die Milch zumindest teilweise durch Wasser ersetzt.

„Westfälischer Pickert“, auch bekannt als „Lappenpickert“, hat ebenfalls geriebene Kartoffeln als Grundlage. Hinzu kommen Mehl, Eier, Milch und Salz. Die Zubereitung und das langsame Backen erfolgt in einer Bratpfanne, früher auch auf einer so genannten „Pickertplatte“ aus Gusseisen. Auf den Boden werden zum Einfetten dünne Scheiben von geräuchertem, fettem Speck gelegt. Anschließend wird der Teig in runden Portionen von etwa zehn Zentimetern Durchmesser dünn verteilt. Bei wenig Hitze lässt man ihn beidseitig bräunen.

In der von kargen Sandböden geprägten Senne bereitete man den Lappenpickert in früheren Zeiten nicht aus Kartoffeln und Weizenmehl, sondern aus Buchweizenmehl zu. Er wurde auf gusseisernen Öfen gebacken, die oben mit einer flachen Platte versehen waren. Im Volksmund war diese Form des Lappenpickerts auch als „Liarn Hinnerk“ (lederner Heinrich) bekannt, da er zumeist recht zäh war.[1]

In der Variante des „Kastenpickerts“, die im Raum Bielefeld und Gütersloh recht verbreitet ist, wird dieser hingegen in einer Kastenkuchenform ähnlich einem Brot gebacken, nach dem Auskühlen in Scheiben geschnitten und diese in einer Pfanne mit heißem Fett gebraten. Gegessen wird der Kastenpickert mit (möglichst gesalzener) Butter, aber auch mit den übrigen, bereits beim Lippischen Pickert erwähnten Aufstrichen. Dazu wird häufig Kaffee getrunken.

Durch Kooperationen verschiedener gastronomischer Betriebe aus Bielefeld findet sich Pickert auch auf den Speisekarten von Restaurants in Boltenhagen an der Ostsee. Dort wird er mit SpeckwürfelnSpiegelei und grünem Salat serviert.[2]

Wer kennt den Lippischen Pickert ?….oder hat ihn schon selbst gegessen oder gebacken.

Ich wünsche einen guten Appetit

eure

Elke.Works

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Dani Far

    Liebe Elke!
    Ich muss auch mal wieder Pickert machen.
    Gab’s ewig nicht mehr. Mit Speck kenn ich allerdings gar nicht.
    Und mit lippischen Leberwurst schmeckt am besten. 😆
    Liebe Grüße
    Dani

  2. Peggy

    Ich hab von einem Pickert noch nie gehört und natürlich auch noch nie gegessen.
    Da ich aber allem Neuen sehr aufgeschlossen bin, werde ich das mal versuchen.
    Sieht ja echt sehr gut aus.
    Übrigens ist *pickert* in Wien ein Ausdruck für klebrig.
    Also schau ma mal…… 🙂

    LG aus Wien
    Peggy

  3. Julia

    Hallo Elke.
    Danke für dein Rezept. Ich kenne Pickert noch von meiner lippischen Oma und hatte genau das gleiche Problem wir ihr, dass es eigentlich kein Rezept dafür gab. Jetzt freue ich mich auf ein wenig Kindheitserinnerungen. 😋
    P.s. bei mir mit Leberwurst.
    LG Julia

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